das optimale Retouch Briefing

Bildbearbeiter Briefing schreiben: 3 Smarte Tipps mit denen du das beste Retouch Ergebnis für dein Projekt rausholst!

Erfahre in diesem Beitrag worauf es bei einem optimalen Retouch Briefing ankommt und wieso dir das sogar Geld sparen kann!

Hast du bisher auch Bildbearbeiter Anfragen kurz und knapp gehalten. Ganz nach dem Motto: „Ich brauch Retouching, was kostet der Spaß?“ Und wie war das Ergebnis? Leider nicht so perfectly smooth wie von dir erhofft? Schade Schokolade? Dann ist es vielleicht an der Zeit, dein Retoucher Briefing aufzupolieren.

Denn das Briefing ist von entscheidender Wichtigkeit für den Outcome deines Projektes. Ich verwende hier der Einfachheit halber Briefing und Anfrage synonym, denn optimalerweise bekomme ich als Bildbearbeiter schon vorab in der Anfrage so viele Infos, dass sich nachher das Detailbriefing nur noch auf Bilddetails beschränkt.

Und hier kommt das große Geheimnis: Ein durchdachtes Briefing hilft nicht nur deinem Bildbearbeiter dir alle Wünsche wortwörtlich abzulesen sondern verschafft dir auch noch einmal Klarheit was du wirklich brauchst und was nicht. Und das ist (fast) unbezahlbar! #budget #deadline #highendquality

1. Mit dem richtigen Fokus dein Bildbearbeiter Briefing schreiben

Diese Formel gilt für jedes Briefing und jede Anfrage die du raushauen willst.

Du willst geile Retusche, ganz klar, aber was ist zugespitzt dein wichtigstes Ziel welches du unbedingt mitteilen musst? Was ist dein MIT (Most important thing)?

Ist es der perfekte Look?

Ist es das komplexe Composing?

Ist es die ultraknappe Deadline?

Ist es das Budget?

Denk darüber lieber eine Sekunde länger nach und schreib genau das dann ganz oben ins Briefing! #retoucherhack

2. Maxi, sag schon, was sind die wichtigsten Basis Infos?

Du wünscht dir: Möglichst schnell ein passendes, realistisch kalkuliertes Angebot auf deiner Bildbearbeiter Anfrage. Was ich dafür brauche? 

Infos, Infos, Infos!

Dabei gilt: pack alles rein was du hast! More is more sozusagen. 

Deshalb keine Angst dass durch zu viel Informationen das Wesentliche übersehen wird.
Denn lieber überfliege ich möglicherweise Unwichtiges anstatt Wichtiges zu vermissen.

Und was dir nicht bekannt ist schreib auch rein. Eben dass es noch nicht feststeht oder sich im Abstimmungsprozess befindet. So kann ich als Bildbearbeiter mich darauf einstellen und wenn nötig nachhaken.

Projekt Details:

  • Wieviele Bilder sollen bearbeitet werden? Du kennst die genauer Anzahl noch nicht? Kein Problem: Auch ca bzw. von-bis Angaben helfen da schon enorm beim Einschätzen vom Aufwand
  • Was soll bearbeitet werden: Shooting oder Stock Material?
    • Bei einem Shooting kann ich vorab beraten, damit später in der Retusche alles läuft. Genauso beim Stock Bilder Einkauf – nicht jedes Bild ist für die weitere Bildbearbeitung geeignet. #letmehelp
    • Um was für Bilder handelt es sich?
      Stilllife, Beauty, People, Corporate Photography, Advertising Composing, you name it! Denn jeder Bereich hat andere Anforderungen und Herausforderungen. 
  • Was genau soll gemacht werden?
    • Retusche: wenn ja wieviel? Eher leicht oder soll es etwas mehr sein?
      Du bist dir nicht sicher was „leicht“ oder „mehr“ sein könnte? Schick ein Beispielbild mit und ich sags dir!
    • Look: In welche Richtung soll es gehen? Mögliche Ideen? UNBEDINGT Mood Bilder mitschicken! Hilft ungemein, besondern bei den ersten Zusammenarbeiten
    • Composing ja/ nein: Wenn ja, was soll entstehen? Wieviele Elemente/ Bildteile sollen miteinander kombiniert werden? Sollen einzelne Elemente verschiebbar/ ausklickbar sein? Sonstige Besonderheiten wichtig?
    • Gerne für alles auch Beispielbilder/ Layouts mitschicken, wenn du dir unsicher bist oder damit besser verdeutlichen kannst was du möchtest! Es gibt schon abgeschlossene, ähnliche Jobs? Prima – immer her damit!
    • Wieviele Korrektursteps brauchst du? Wird es eher ein unkomplizierter Job mit einer Feedback Runde nur mit dem Fotografen oder ein Riesen Composing Projekt mit vielen Schleifen weil der Kunde bei jedem Stepp mitsprechen will?

Datei Details:

  • Für welchen Zweck/ welche Medien brauchst du die Bilder?
    Digital? Print? 18/1 oder Instagram Post
    • Davon hängt zB ab, was für Roh Daten benötigt werden, wie groß ich Dateien aufbaue oder welches Profil ich verwende. Wenn du dazu spezielle Wünsche hast immer raus damit!
  • Reicht dir eine Jpg Abstimmung per Mail oder brauchst du Proofs, damit im Print nix dem Zufall überlassen wird?
  • In welchem Zeitraum bewegt sich die Anfrage? Gibt es ein enges Timing oder sieht der Zeitplan eher locker aus?
  • Bist du der wichtigste Ansprechpartner bei auftauchenden Fragen während des Projekts oder gibts da noch mehr?


3. Lieber vorher Klarheit schaffen als nachher Pixel Chaos beseitigen

Puhhhh, klingt nach richtig Arbeit oder? Isses auch etwas, den Zahn kann ich dir leider nicht ziehen. Was ich aber kann: dir versprechen dass du damit nicht nur dem Bildbearbeiter die Arbeit erheblich erleichtert sondern dir auch!

Zudem wird dir dabei noch einmal 100% klar:

Was brauche ich eigentlich? Denn ob du es glaubst oder nicht, bei vielen Anfragen die ich bekomme ist das oft den Fotografen noch gar nicht so bewusst.

Das kostet oft viel Zeit und Energie – völlig unnötig!

Bonus:

Je detaillierter das Briefing ist desto detaillierter kann der Bildbearbeiter auch das Angebot schreiben. Und das spart dir richtig Geld! 

Denn wenn Details unbekannt sind, schlägt man im Zweifel lieber einen „Sicherheitspuffer“ oben drauf, der vielleicht gar nicht nötig wäre… Issn Argument, oder? Deshalb:

Hier findest du das ganze nochmal ausführlich als knackiges Retouch Briefing PDF

Und wie für (fast) alles gilt: Bei Fragen einfach fragen!